In der Reihe “Unternehmen im Gespräch” berichtet das Darmstädter Echo regelmäßig über herausragende Firmen aus der Region, ihre Ideen und Perspektiven. Die SRS-Management GmbH wurde jetzt in diesen Reigen aufgenommen: Heute stand die Technologie SRS PaperDynamix im Mittelpunkt.
Auszug aus dem Artikel “Ein Zauberstift, der mitdenkt” von Thomas Riedel (Darmstädter Echo, Wirtschaftsressort, 3. Juni 2006):
Der Zauberschüler Harry Potter wäre sicher begeistert: Ein sachtes Tippen mit dem Kugelschreiber auf das gedruckte Bestellformular reicht aus und seine Kundendaten werden automatisch via Handy oder Laptop an die Datenbank der Unternehmenszentrale übermittelt. Der Zauberstift, der das kann, ist nur ein wenig dicker als ein normaler Kugelschreiber und signalisiert dem Schreibenden nach dem Abnehmen der Kappe seine Einsatzbereitschaft mit einem sachten Brummen.
„Damit haben wir das Beste aus zwei Welten vereint: Zum einen Stift und Papier zum anderen die direkte Kommunikation in Datenbanksysteme wie SAP R3“, erklärt Detlev Homilius (45), Gründer und Geschäftsführer des Bensheimer IT-Unternehmens SRS-Management GmbH. Die FAS (Forms Automation System) genannte Technologie eignet sich vor allem für die Datenerfassung durch Außendienstmitarbeiter. „Weil die Kommunikation zurück ins Unternehmen oft nur sehr zäh läuft, gehen Zeit und Daten verloren“, erläutert Homilius das Problem. Handschriftlich ausgefüllte Formulare mussten beispielsweise bisher erst umständlich eingescannt oder abgetippt werden. Zudem sei es wirtschaftlicher die Formularseiten je nach Bedarf selbst auszudrucken, anstatt sie in hohen Stückzahlen drucken zu lassen und zu lagern.
Weitere Einsatzmöglichkeiten für FAS bestehen laut Homilius in Produktions- und Fertigungsabteilungen, etwa im Helikopter- oder Flugzeugbau, wo von den Technikern vor Ort zahlreiche Checklisten abgearbeitet werden müssen. „Denkbar ist auch die Notaufnahme eines Krankenhauses, wo viele Datenblätter der Patienten ausgefüllt und verwaltet werden.“
Der Clou von SRS PaperDynamix ist, dass der Stift nicht nur geschriebene Wörter und Zahlen eins zu eins in das digitale Abbild der Vorlage überträgt, sondern auch Zeichnungen und Skizzen. Bei einem Unfallopfer kann ein Arzt so beispielsweise auf einer schematischen Körperdarstellung direkt die betroffenen Körperteile markieren und in die zentral gespeicherte Krankenakte übertragen. Einem Mausclick ähnlich bestätigt das Antippen eines speziellen Textfeldes auf dem Formular die Eingabe durch den Stift. „Auch Fehler lassen sich korrigieren, in dem man die Zeichen einfach überschreibt“, so Homilius. Das System speichert quasi die gesamte Entwicklungsgeschichte des Dokuments: Etwaige Änderungen lassen sich genau mit Datum und Uhrzeit nachverfolgen; Geschäftsprozesse wie Fertigstellung, Auslieferung und Kundenübergabe sind dadurch nahezu ohne Zeitverlust in der Geschäftzentrale dokumentierbar. (…)
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